Psoriasis-Arthritis

Psoriasis-Arthritis (Arthritis psoriatica): Entzündliche, rheumatische Erkrankung aus der Gruppe der Spondyloarthritiden, die bei ~ 15 % der Patienten mit einer Schuppenflechte (Psoriasis) auftritt. Betroffen sind periphere Gelenke und die Wirbelsäule, aber auch Sehnen und Sehnenansätze. Die Hauterkrankung geht in 60 % der Fälle der Arthritis um Jahre voraus, so dass bei Ausbruch der Arthritis typische Hautveränderungen vorhanden sind. Frauen und Männer sind gleich häufig betroffen.

Leitbeschwerden

  • Beschwerden der Schuppenflechte wie gerötete schuppige Hautstellen und gelblich fleckige oder zerbröckelnde Fingernägel
  • Gelenkschmerzen vor allem in Ruhe und in den frühen Morgenstunden, ausgeprägte Morgensteifigkeit
  • Tief sitzende Rückenschmerzen oder Nackenschmerzen
  • Besserung der Schmerzen und der Steifigkeit durch Bewegung.

Die Erkrankung

Die Schuppenflechte ist eine der häufigsten chronischen Hautkrankheiten, unter ihr leiden 2–3 % der Bevölkerung. Warum bei einem Teil der Patienten begleitend eine Psoriasis-Arthritis auftritt, ist unbekannt. Man nimmt eine Kombination aus genetischen, immunologischen und Umwelt-Faktoren an. Bei 40 % der Patienten mit Psoriasis-Arthritis leiden Familienmitglieder ebenfalls an der Erkrankung. Genetische Risikomarker für eine Psoriasis-Arthritis sind die Antigene des HLA-Systems.

Typisch für die Psoriasis-Arthritis ist der asymmetrische Gelenkbefall in Form eines Strahl- oder eines Transversalbefalls. Beim Strahlbefall sind alle drei Gelenke eines Fingers oder einer Zehe betroffen. Sind zusätzlich die Gewebe zwischen den Gelenken entzündet und verdickt, spricht man von Wurstfingern oder Wurstzehen. Beim Transversalbefall ist eines der drei Gelenke an allen Fingern einer Hand oder Zehen eines Fußes betroffen. Charakteristischerweise sind auch Sehnen und Sehnenansätze betroffen, z. B. Achillessehnen.

Das macht der Arzt

Die Diagnose ergibt sich meistens aus dem klinischen Bild: Gelenkschmerzen- und -schwellungen, tiefe Kreuzschmerzen und -steifigkeit besonders in Ruhe und am Morgen, die sich unter Bewegung bessern, sprechen in Verbindung mit dem Vorliegen einer Schuppenflechte für eine Psoriasis-Arthritis.

Die Therapie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Hautarzt (Dermatologen). In vielen Fällen genügen nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen.

Sollte das nicht ausreichen, verordnet der Arzt Methotrexat. In ganz schweren Fällen wird auch Cyclosporin A eingesetzt. Monoklonale Antikörper wie Remicade® sind sehr teuer und werden nur dann verordnet, wenn keines der vorher genannten Medikamente wirkt oder sie unerträgliche Nebenwirkungen verursachen. Die letzten drei Medikamente (Methotrexat, Cyclosporin A und Remicade®) unterdrücken auch die Hautbefunde der Schuppenflechte.

Regelmäßige Krankengymnastik ist unverzichtbar.

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